17.02.2016

von goldwort // Büro für Kommunikation B° RB

Das Saatgut-Festival 2016 in Iphofen

Samstag, 20. Februar 2016, Iphofen – Programm 11 bis 17 Uhr, Livemusik bis 18 Uhr

Organisieren seit 2011 das jährliche Saatgut-Festival, das sich inzwischen zum größten Event dieser Art in Deutschland entwickelt hat: Barbara und Martin Keller

Saatgut-Festival

Am Samstag, 20. Februar 2015, findet zum sechsten Mal das Saatgut-Festival in Iphofen statt. Nach dem letztjährigen Ausflug nach Nürnberg kehrt die internationale Veranstaltung des open house e.V. wieder in seine Heimat nach Iphofen zurück, diesmal in die Karl-Knauf-Halle (Schützenstraße 3). Erstmals sind auch Akteure aus Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und Griechenland eingeladen, um in Deutschland die Vielfalt der samenfesten und alten Saatgut- und Gemüsesorten zu feiern. Die Besucher erwartet von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm aus Vorträgen, Filmausschnitten und Ausstellungen rund um die Themen Saatgut und Biodiversität. Der „Markt der Vielfalt“, ein fester Bestandteil des Festivals, bietet aufgrund der größeren Fläche ein noch umfangreicheres Saatgutangebot. Ein Highlight bildet ein Kurzauftritt von Erwin Pelzig alias Frank-Markus Barwasser am Nachmittag. Die junge griechische Band „Namaste” begleitet das Festival mit Live-Musik und spielt von 17 bis 18 Uhr zum Ausklang. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt die bewährte „Gartenküche“.

Das Saatgut-Festival, das seit 2011 von Barbara und Martin Keller, den Gründern der Projektwerkstatt open house, mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern organisiert wird, ist mit über tausend Besuchern inzwischen die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland. In den letzten Jahren gewann das Festival auch über die Landesgrenzen hinaus an Bedeutung: 2014 beispielsweise war die Trägerin des alternativen Nobelpreises Dr. Vandana Shiva zu Gast. In diesem Jahr sind Vertreter aus Griechenland, Frankreich, der Schweiz, Italien und Österreich eingeladen: Sie wirken aktiv auf der Bühne mit und sind auch als Saatgut-Anbieter auf dem „Markt der Vielfalt“ zu finden. Dieser bietet in diesem Jahr eine besonders große Auswahl: Es gibt hunderte von Tomatensorten in allen Farben und Formen, aber auch die ganze Palette der Gemüsesamen, alte und samenfeste Sorten, Raritäten und Bewährtes. Eine umfangreiche Kartoffel- und Apfelausstellung ergänzt das beeindruckend vielfältige Angebot. 

Saatgut ist Allgemeingut – nicht Privatbesitz von Konzernen

Mit ihrem jährlichen Saatgut-Festival möchten die Veranstalter Barbara und Martin Keller für die Vielfalt der Samen und begeistern. Die Besucher sollen nicht nur dazu inspiriert werden, die Vielfalt zu genießen, sondern sie auch selbst im eigenen Garten anbauen und erhalten. „Saatgut ist ein Weltkulturerbe und Allmende, eines der ältesten Gemeinschaftsprojekte der Menschheit“, sagt Barbara Keller. „Multinationale Konzerne wie Monsanto, BASF oder Bayer trachten danach, diese Allmende, die wir von unseren Vorfahren erhalten haben, einzuhegen und mittels Patente und Lizenzen zu privatisieren.“ 

Über Ländergrenzen hinweg

„Saatgut wurde von den Menschen immer mitgenommen, wenn sie ihre Heimat verließen, denn sie waren sich bewusst, dass es ihre Lebensgrundlage ist“, erklärt Martin Keller. Bis heute würden Migranten mit diesem Bewusstsein ihr Saatgut in die neue Heimat mitnehmen – und damit auch ein Stück ihrer Kultur. In Deutschland und Europa regeln europäische Gesetze den Handel und Umgang mit Saatgut, aber auch die Zusammenarbeit der Organisationen, die alte und samenfeste Sorten erhalten, ist international. „Uns trennen keine Vorurteile, sondern uns verbindet das Wissen um die große Bedeutung des freien Saatguts“, bekräftigt Barbara Keller, „für eine Zukunft in Frieden und Freiheit“.

Saatgutfestival 2016

Samstag, 20. Februar 2016, 11 – 17 Uhr

Karl-Knauf-Halle

Schützenstr. 3, 97346 Iphofen

Eintritt € 3,–

Ablauf: 

ab 9.30 Uhr Einlass geladene Gäste und Presse

ab 10.30 Uhr Einlass

11.00 Uhr  Begrüßung

11.10 Uhr Vortrag von Iga Nitznik (www.arche-noah.at) 
„Saatgut.Macht.Vielfalt – Muss ‚Kaiser Friedrich‘ abdanken?“ 

11.30 Uhr  Präsentation der griechischen Saatguterhaltungsorganisation
„Peliti Panagiotis Sainatoudis“

12.00 Uhr  Musik von „Namaste“

13.00 Uhr  Vortrag Harald Ebner (Bundestagsabgeordneter der Grünen)

„Saatgutvielfalt und Ernährungssicherheit – Strategien gegen Patentierung und Monopolisierung“

13.30 Uhr  Vorstellung des Films „Saatgut ist Gemeingut“ durch Martina Widmer (www.seedfilmd.org) mit anschließender Diskussion; 
der Film richtet sich an alle, die lernen wollen, Saatgut von Gemüse selbst zu vermehren 

14.00 Uhr Vortrag von Iga Nitznik (www.arche-noah.at) 
„Saatgut.Macht.Vielfalt – Muss ‚Kaiser Friedrich‘ abdanken?” 

Nachmittags  Auftritt Erwin Pelzig

bis 18.00 Uhr  Ausklang mit Musik von „Namaste“

Begleitende Ausstellung

• Apfelraritäten: überraschend anders!

• Kartoffelausstellung: die bunte Welt der Kartoffel

Veranstalter / Kontakt: 

open house e.V.

Projektwerkstatt für nachhaltige Lebensentwürfe

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